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In grauer Vorzeit:

Vor 225 Millionen Jahren waren die Landmassen auf der Erdkugel ganz anders verteilt als heute. Das Weinbaugebiet Franken lag inmitten eines flachen Beckens innerhalb des nördlichen Kontinents Laurasia.
Zwischen Laurasia und dem südlichen Kontinent Gondwana befand sich eine große Meeresfläche, das Thetysmeer. Das heutige Unterfranken lag in der Küstenlinie dieses Meeres und es kam immer wieder zu Überflutungen.

Wichtig für Weinfranken:

In dieser Trias genannten Periode entstehen jene Gesteine, die Geologie, Landschaft, Böden und damit den Wein prägen. Trias deshalb, weil drei Epochen in dieser Zeit unterschieden werden, die geologisch in drei Gesteinsschichten zum Ausdruck gebracht werden: Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Buntsandstein dominiert im Mainviereck, Muschelkalk im Maindreieck und Keuper im Steigerwald.

Buntsandstein:

Aus den Gebirgen, die das unterfränkische Becken umgaben, lagerten gewaltige Flüsse abwechselnd grobe, feinsandige oder tonige Verwitterungsprodukte ab. Diese unterschiedlichen Sedimente prägen die vielfältigen Schichten des Buntsandsteins. Das Klima war trocken und heiß, ähnlich den heutigen Wüstenregionen. Die Sandsteine des Buntsandsteins setzen sich aus Quarz-Körnern zusammen, die überwiegend von einer Eisenhaut überzogen sind; daher die rote Farbe und der Name.

Muschelkalk:

Etwa 10-15 Mio. Jahre später strömte das Thetysmeer in das Becken. Das Klima änderte sich, es wurde trocken und warm, vergleichbar mit dem südlichen Mittelmeer. Es entwickelte sich eine reichhaltige Flora und Fauna. Das Meer war voller Kalkalgen, Seelilien, Armfüßler, Muscheln, Austern und Kopffüßler (Ceratiten). Selbst Saurier belebten in Mengen das Meer. Durch den Wechsel zwischen Überflutung und Austrocknung bildeten sich die zahlreichen Sedimentschichten des Muschelkalkes heraus.

Keuper:

Weitere 10-15 Mio. Jahre später änderte sich das Klima erneut hin zu feuchtwarmen Bedingungen. Durch die Ablagerungen von Buntsandstein und Muschelkalk ist das unterfränkische Becken nicht mehr so tief. Ständig wechseln Meer, Brackwasser, Lagune, Watt und Sumpf. In der Pflanzenwelt dominieren Schachtelhalme und Farne, in der Tierwelt Insekten und Muscheln. Haie, Lungenfische und Quastenflosser bevölkern das Meer, Saurier das Land. In Abhängigkeit dieser vielfältigen Bedingungen lagern sich durch Eintrag absterbender Pflanzen oder Verdunstung sehr viele unterschiedliche Sedimente und damit auch Gesteine ab.
Der Name des Keupers soll sich aus alten Bezeichnungen wie "Köpper" für bunten Stoff, "Küpper" für Töpferton oder "Kipper" für Abraum und Geröll ableiten.

Die Landschaft formt sich:

Die im Trias horizontal abgelagerten Gesteinsschichten wurden erst 170 Mio. Jahre später, also vor etwa 30 Mio. Jahre, in Form gebracht. Durch die tektonisch bedingte Absenkung des heutigen Oberrheingrabens um 2000 Meter wurden die drei Schichtenpakete des Trias im Westen Frankens schräg aufgestellt. Daraus resultiert die von Westen nach Osten abfallende Schrägstellung der Schichtstufenlandschaft Weinfrankens.


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