Fotovorschau und Logo ausblenden
Quick-Navigator:
Suche:


Geschichte


Die Geschichte der Aschfelder Kirchenburg

Die historische Kirchenburg in Aschfeld liegt auf einem Felsvorsprung, der nach drei Seiten steil abfällt. Die fast ebene Westseite, die Schwachstelle der Wehrburg, war durch eine starke Mauer mit Schießscharten gegen Angriffe geschützt. Ein viereckiger gedrungener Turm bewacht den Eingang. Die Kirchenburg diente den Aschfelder Bürgern als Fliehburg, um sich vor umherziehenden Kriegshorden zu schützen. Die letzte Belagerung war im Dreißigjährigen Krieg. Es ist niemals bekannt geworden, dass die Aschfelder Kirchenburg jemals bei einer Belagerung eingenommen worden wäre.
Die Kirchenburg, in der Mitte die St. Bonifatiuskirche und der Friedhof, stellte den sogenannten heiligen Bezirk dar, der durch ungeschriebenes Gesetz besonders geschützt war.
Stellt man sich die Frage, wieso gerade in dem kleinen Ort Aschfeld eine so großartige Wehranlage errichtet wurde, so ist dies schnell zu erklären: Nach alten Aufzeichnungen dürfte es die günstige Verkehrslage gewesen sein, denn Aschfeld lag seinerzeit im Schnittpunkt von zwei wichtigen Verkehrsstraßen.
Eine Nord-Süd-Verbindung, von Fulda-Hammelburg nach Würzburg (die heutige Heerstraße) kreuzte in Aschfeld die ebenfalls alte West-Ost-Verbindung, die wahrscheinlich als Fortsetzung des "Birkenhainer Weges" über Büchold nach Geldersheim führte.
Durchschreitet man das große Tor unter dem Wehrturm, so sieht man an der linken Gadenmauer eine in einem Stein eingemeißelte Schere. Eine alte Schenkungsurkunde sagt, daß im Jahre 1296 hier ein kleines Beginenklösterchen eingerichtet worden sei. Das Beginenkloster hatte bis zu diesem Zeitpunkt im Flurteil "Ispenkammer" gestanden. Zu diesem Flurteil führt heute noch das "Nonnenpfädchen".


Nachdem die Kirchenburg nicht mehr als Fliehburg benutzt wurde, diente sie der Vorratshaltung für die Bewohner von Aschfeld. Durch die steile Treppenanlage war es sehr beschwerlich die Kartoffeln und Rüben, den Most und die Lebensmittel in den 19 Gaden und Kellern einzulagern. Ein Fahrweg in die Kirchenburg wurde erst durch die Öffnung der westlichen Mauer, beim Bau der Volksschule im Jahr 1922, geschaffen.


>> weiter


nach oben  nach oben
Gemeinde Eußenheim
Am Kirchberg 16
97776 Eußenheim
Tel.: 09353 9747-0
E-Mail: Kontakt
www.msp-info.de www.kommune-aktiv.de
Gemeinde Eußenheim
Am Kirchberg 16 | 97776 Eußenheim | Tel.: 09353 9747-0 | gemeinde@eussenheim.de